Was heißt es, eine Stimme zu haben? Wer wird gehört – und wer nicht?
Mit „STIMMEN“ präsentiert das Eva Klesse Quartett ein außergewöhnliches, tief berührendes Konzertprojekt zwischen Jazz, zeitgenössischer Musik, Sprache und Sound Design.
Zehn Jahre nach dem Debütalbum XENON und mit dem sechsten Album STIMMEN (2024) öffnet das vielfach ausgezeichnete Kollektiv um die Schlagzeugerin Eva Klesse einen vielschichtigen Klangraum, der persönliches Erleben und gesellschaftspolitische Fragen miteinander verbindet. In drei Kapiteln entfaltet sich ein musikalischer Essay über Schmerz, Wut, Trauer und Widerstand – und immer wieder über Hoffnung.
Gemeinsam mit den Gastmusiker*innen Zuza Jasinska und Michael Schiefel (Stimme) sowie Philipp Rumsch (Sound Design & Electronics) verweben Evgeny Ring (Altsaxophon), Philip Frischkorn (Klavier), Marc Muellbauer (Kontrabass) und Eva Klesse (Schlagzeug) Instrumentalmusik, Texte und Originalstimmen zu einem vielstimmigen Chor des Erzählens. Texte u. a. von Ellen Hellwig, Daria Serenko, Yulia Tsvetkova, Sondos Shabayek, Carolin Emcke und Fred Hersch werden hörbar gemacht und musikalisch transformiert.
STIMMEN entstand aus der Erfahrung von Isolation während des ersten Corona-Lockdowns und aus dem bewussten Entschluss, zuzuhören: Menschen, deren Geschichten im Lärm der Gegenwart oft untergehen, wird Raum gegeben. Das Ergebnis ist ein intensives, bewegendes Konzerterlebnis, das Grenzen sprengt – zwischen Genres, zwischen Musik und Sprache, zwischen Kunst und gesellschaftlicher Verantwortung.
Einfühlsam, mutig und zutiefst aktuell.
Ein Konzert, das nachhallt.